Buchbare Leistungen CD/PMD Dispersionsmessungen

Pos. Beschreibung
3.3.1 Einseitige Messung der chromatischen Dispersion und der Polarisationsmoden-Dispersion. Getestet werden sowohl die Frequezen im O-Band als auch in den SCL-Bändern nach dem Messtandard G.652.D. Durchführung der Messung inkl. Erstellung des Messprotokolls (EXFO FTB-4 PRO mit FTBx-570-CD-PMD-O-EA-EUI-95).
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CD/PMD Messungen auf  Glasfaser Bestandsstrecken


Die chromatische Dispersion (CD) in Glasfasern beschreibt die zeitliche Verbreiterung von Lichtimpulsen, da verschiedene Wellenlängen aufgrund unterschiedlicher Brechungsindizes mit ungleichen Geschwindigkeiten durch die Faser laufen. Ab Datenraten von 10 Gbit/s und bei Hochgeschwindigkeits-Netzen gefährdet dies die Signalintegrität.

Dabei setzt sich die chromatische Dispersion aus zwei Faktoren zusammen, und zwar der Summe aus Materialdispersion und der Wellenleiterdispersion. Die chromatische Dispersion korrespondiert unmittelbar mit den Eigenschaften der verwendeten Glassorten, ist eindeutig mess- und kompensierbar.

Im Gegensatz dazu ist die Polarisationsmoden Dispersion zeitlich schwankend und kann durch Umgebungstemperatur oder mechanische Spannung beeinflusst werden und lässt sich nicht mit einfachen Mittlen kompensieren. Daher beschränken sich die Möglichkeiten i.d.R. auf die Selektion von Fasern und Zuweisung der Fasern mit geringer PMD für hohe Datenraten.  

PMD entsteht, wenn von gesendeten Pulsen die senkrecht zueinanderstehenden Polarisationsanteile betrachtet werden und diese aufgrund von z. B. nicht idealer Fasergeometrie, die Übertragungsstrecke mit unterschiedlicher Geschwindigkeit durchlaufen.
Die gesamte Übertragungsstrecke ist wiederum in virtuelle Teilstrecken mit separaten Übertragungseigenschaften zu unterteilen. Bei der Bewertung der Gesamtstrecke sind die Teilstreckenwerte zu addieren. Da die anteiligen Werte statistisch schwanken und auch negativ sein können, steigt die PMD nicht linear, sondern mit der Wurzel aus der Entfernung an. 

PMD gefährdete Strecken sind insbesondere zu finden bei:

  • „alten“ Kabeln (nicht ideale Fasergeometrie)
  • Luftkabeln (Temperaturschwankungen)
  • parallel zu Bahnstrecken (Temperaturschwankungen und Vibrationen)

Die Test werden in Metro-, Kern-, DCI- und xHaul- Mobilfunknetzen durchgeführt. Angesprochen werden Festnetz- und Mobilfunkbetreiber gleichermaßen.